Familien-Medienworkshop an der Heinrich-von-Brentano-Schule
Von Beginn an standen Austausch und Beteiligung im Mittelpunkt. Während die Kinder über ihre Lieblingsapps, Spiele und digitalen Plattformen sprachen, reflektierten die Eltern auch ihre eigene Mediennutzung. Dabei wurde schnell deutlich: Digitale Medien gehören längst zum Alltag aller Generationen. Entscheidend ist nicht das „Ob“, sondern ein bewusster und gesunder Umgang damit.Im Laufe des Workshops erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Nebenraum Plakate zu Chancen und Risiken digitaler Medien, Nutzungsdauer sowie analoge Hobbies und Beschäftigungsmöglichkeiten. Unterdessen lieferte Claudio Espinosa den Eltern Zahlen, Daten und Fakten, gab den Erwachsenen aber hierbei auch Gelegenheit, zunächst „unter sich“ Fragen zu stellen und Erfahrungen zu teilen.
Anschließend präsentierten die Kinder und Jugendlichen ihre Ergebnisse. Im Zuge dessen tauschten sich die Familien über beliebte Apps und Spiele wie WhatsApp, YouTube, Roblox, Brawl Stars, Fortnite, TikTok oder Instagram aus. Gleichzeitig wurden Risiken wie übermäßige Bildschirmzeiten, problematische Inhalte, Datenschutzfragen oder Kontakte zu Unbekannten thematisiert. Ebenso wurden Schutzmaßnahmen besprochen, darunter Privatsphäre-Einstellungen, Zeitbegrenzungen und Altersfreigaben.
Besonders wertvoll war der gemeinsame Blick auf die Rolle der Eltern. Anhand vieler alltagsnaher Beispiele wurde deutlich, wie wichtig Interesse, Gespräche und klare Absprachen sind. Statt Kontrolle und Verbote standen Vertrauen, Begleitung und Vorbildfunktion im Vordergrund. Die zentrale Botschaft des Nachmittags lautete: Kinder brauchen Begleitung im digitalen Raum genauso wie in der analogen Welt.
Am Ende stand der Impuls zu einem gemeinsam entwickelten Mediennutzungsvertrag. Dabei ging es unter anderem um feste Nutzungszeiten, handyfreie Zonen, ausreichend Pausen sowie die Balance zwischen digitalen und analogen Freizeitaktivitäten. Sport, gemeinsame Unternehmungen, kreative Hobbys und persönliche Begegnungen wurden als wichtige Ausgleichsmöglichkeiten hervorgehoben.
Der Workshop bot zahlreiche Anregungen für den Familienalltag und machte deutlich, dass Medienerziehung eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus ist.